Pekingesen vom Orchideengarten

Der phantasievolle Standard vor 1898

Die letzte Kaiserin von China beschrieb den Standard wie folgt: Der Kaiserliche Palasthund sei sehr klein, und reich behaart. Um seinen Hals trage er eine Mähne, gleich der eines Löwen, aufgebläht voll Würde. Die überreich behaarte Rute breite er über seinen Rücken, sie gleiche der Standarte, die der kaiserlichen Sänfte vorausgetragen wird. Das Gesicht soll dunkel sein, mit einer geraden und niedrigen Stirn, wie die eines kaiserlichen Boxers. Die Augen groß, schwarz und glänzend. An die Segel einer Dschunke erinnern die Ohren. Die Nase sei gerade, wie die des Affengottes der Hindu. Die Beine seien kurz und die Vorderbeine ein wenig gebogen, daß er keine Lust verspüre, die kaiserlichen Gärten zu verlassen. Damit sein Gang geräuschlos sei, müssen die Pfoten reich behaart sein. Er betrage sich würdig, aber zu gegebenen Zeiten möge er durch seine Lebhaftigkeit erfreuen. Die Farbe gleiche der des Löwen,  goldgelb, damit man ihn im Ärmel eines gelben Kleides tragen könne, oder der eines roten oder schwarzen Bären, oder wie der Dachs gestreift, so daß für jede Farbe eines kaiserlichen Gewandes ein farblich passender Hund da sei.


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